öffentliches Blockadetraining und „Was tun wenn’s brennt“ Vortrag

Seit nun über einem Jahr hetzen die Rassisten von MÜGIDA über BAGIDA bis PEGIDA nun regelmäßig in der Öffentlichkeit. Montag für Montag marschieren sie durch die Münchner Innenstadt. Dabei konnten die Aufmärsche der Rechten, bis auf einzelne Ausnahme, kaum verhindert werden. Der anfänglich massive Widerstand von bis zu 20.000 Menschen, ist schon nach einigen Wochen auf wenige Hundert geschrumpft.

PEGIDA hingegen kann braunes Gedankengut fast ungestört in die Mitte der Gesellschaft tragen. So verwundert es nicht, wenn wieder Flüchtlingsheime brennen, rassistische Gewalt zum Alltag wird und rechte Parteien, wie die AfD, in die Parlamente ziehen. Der Rechtsruck, der Europa vor ein paar Jahren erfasst hat, ist jetzt in vollem Maße auch in Deutschland angekommen.

Umso wichtiger ist es den Faschisten etwas entgegen zu setzen. Obwohl der anfänglich groß und breit aufgestellte Gegenprotest bald nachgelassen hat, sind wir sehr erfreut, wie viele, vor allem junge Menschen, sich immer noch Montag für Montag PEGIDA in den Weg stellen. Dass die Rechten trotz diesem motivierten AntifaschistInnen immer noch laufen können, liegt vor allem an dem harten Durchgreifen der Polizei gegen AntifaschistInnen. Den Nazis wird der Weg frei geprügelt, friedliche Sitzblockaden gewaltsam geräumt und AntifaschistInnen mit Ermittlungsverfahren, Strafbefehlen und Prozessen überzogen.

Menschen die sich gegen Nazis, Rassismus und für eine befreite Gesellschaft einsetzen, werden schnell Ziel von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die
Solidaritätsorganisation „Rote Hilfe“ erklärt deshalb in ihrem Vortrag „Was tun wenn‘s brennt?“ welche Möglichkeiten es gibt Repression zu vermeiden und sich im Zweifel solidarisch dagegen zu wehren.

Um den Gegenprotest noch effektiver zu gestalten, müssen wir in wieder organisieren und dafür trainieren.

Deshalb: Kommt alle zum Blockadetraining! Wir üben gemeinsam die besten Strategien für Sitzblockaden, proben Verhalten bei drohenden Räumungen
und lernen von erfahrenen TrainerInnen. Bringt festes Schuhwerk, eine Plastik-Wasserflasche und etwas, worauf ihr sitzen wollt, mit. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und kosten tut’s natürlich auch nichts.

Rote Hilfe Vortrag
28.05.2016, 11:00 Uhr, Kurt-Eisner-Verein (KEV), Westendstraße 19

Blockadetraining
28.05.2016, 14:00 Uhr, Candidplatz