Kurzbericht – Demo gegen das Integrationsgesetz

Ein breites Bündnis von Gewerkschaften und Parteien rief zum 19.6. zu einer Demonstration gegen das geplante bayrische Integrationsgesetz auf.
Integrationsgesetz Fronttranspi
Wir beteiligten uns als Antifaschistischer Stammtisch am Aufruf zu einem antikapitalistischen Block um auch auf die menschenverachtende Asylpolitik von SPD und Grünen hinzuweisen und ein klares Zeichen gegen Rassismus und Ausbeutung zu setzen.

Bereits zum Auftakt vorm DGB Haus wurde ein Großtransparent (Klassenkampf statt Vaterland) entrollt und mit Pyrotechnik für eine kämpferische Stimmung gesorgt.
Anschließend setzte sich die Demo mit etwa 1500 Teilnehmer*innen in Bewegung und der antikapitalistische Block schloss sich mit 250 Menschen unter massiver Bullenbegleitung an. Dennoch ließ sich die Demo nicht einschüchtern und sorgte mit lauten Parolen und Flyern für große Aufmerksamkeit.
Verschiedene Redebeiträge bei der Zwischenkundgebung am Hauptbahnhof richteten sich gegen Rassismus und Faschismus und besonders der Redebeitrag des Jugendbündnisses rief zum Handeln gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft auf.
Anschließend führte die Route weiter durch das Bahnhofsviertel zum Karlsplatz (Stachus), wo bereits die Kundgebung von „München ist bunt“ und „Campact“ stattfand. Obwohl das Blockbündnis sich im Vorfeld von der geplanten Menschenkette distanzierte und zu praktischeren Aktionsformen aufrief, zeigten sich die Antifaschist*innen aus der Demo solidarisch, als mehrere Neonazis von III. Weg, Die Rechte, Identitäre Bewegung und Pegida München versuchten die Kundgebung gegen Rassismus zu stören. Im Zusammenhang mit diesen kleineren Auseinandersetzungen wurden von mehreren Antifaschist*innen durch Bullen Personalien festgestellt und ein Mensch in Gewahrsam genommen.
Als sich die Kundgebung schließlich zu einer Menschenkette formierte, wies der Block mit einem Transparent, einem Redebeitrag und mit Parolen noch einmal auf die Verantwortung von SPD und Grünen für rechten Terror und rassistische Gesetze hin.
Insgesamt sind wir mit dem Verlauf der Demonstration zufrieden. Insbesondere die Aktionen zu Beginn und am Ende transportierten klare antikapitalistische Inhalte und zeigten, dass eine wirklich antirassistische Politik nicht mit bürgerlichen Parteien zu machen ist.
Trotz des guten Tages ist der Kampf natürlich noch lange nicht gewonnen. Deshalb: kommt am 09.07. nach Nürnberg zum Aktionstag vom Bündnis Fluchtursachen bekämpfen!

Link zum Aktionstag: http://fluchtursachen.tk/2016/06/18/fluchtursachen-bekaempfen-gemeinsam-gegen-krieg-spaltung-rassismus-und-ausbeutung-aktionstag-am-9-juli/