antifaschistischer Stammtisch München http://ASM.blogsport.de Austausch, Information und Aktion Thu, 16 Mar 2017 18:56:21 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Neues Selbstverständnis http://ASM.blogsport.de/2017/03/12/neues-selbstverstaendnis/ http://ASM.blogsport.de/2017/03/12/neues-selbstverstaendnis/#comments Sun, 12 Mar 2017 20:00:28 +0000 Administrator Blog http://ASM.blogsport.de/2017/03/12/neues-selbstverstaendnis/ Vor einiger Zeit haben wir uns eine neues Selbstverständnis gegeben, welches wie folgt lautet:

Der antifaschistische Stammtisch ist ein offenes Treffen, zu dem alle eingeladen sind, die sich antifaschistisch engagieren wollen. Alle zwei Wochen treffen wir uns in gemütlicher Runde, um bei leckerem Essen und Trinken gemeinsam zu überlegen, was wir Nazis und Rassist_innen entgegensetzen können.

Dabei sind unsere Aktionsformen vielfältig: Wir veranstalten Diskussionen, Vorträge und Filmabende, informieren uns und andere über Naziaktivitäten in der Region und tauschen uns über Möglichkeiten der antifaschistischen und antirassistischen Arbeit aus. Wir schreiben, diskutieren und verteilen Flugblätter, organisieren Demonstrationen und fahren auch mal gemeinsam ins Umland oder in andere Städte, um dort ansässige Antifa-Strukturen zu unterstützen.

Wir versuchen, den Rechten den öffentlichen Raum streitig zu machen: Mit Aufklärung und Blockaden, mit Demonstrationen und Veranstaltungen. Unser Ziel ist es, mit möglichst vielen Menschen eine praktische antifaschistische Arbeit zu entwickeln, mit der wir die Rechten zurückdrängen oder dafür sorgen, dass sie sich gar nicht erst breit machen können.

Dabei sind wir strömungsübergreifend aktiv. Uns eint die Ablehnung jeglichen menschenverachtenden Gedankenguts und jeder Form von Diskriminierung, sowie die Überzeugung, dass nur ein Bruch mit dem kapitalistischen System Faschismus und Rassismus in letzter Instanz beseitigen kann. Daher ist Antifaschismus für uns auch kein isoliertes Politikfeld neben anderen. So versuchen wir immer auch globale Zusammenhänge mitzudenken und beziehen uns positiv auf fortschrittliche Kämpfe weltweit, beispielsweise in Rojava. Wir sind uns bewusst, dass Sexismus in der Gesellschaft längst nicht überwunden ist. Auch in der antifaschistischen Bewegung ist dies nicht der Fall. Daher möchten wir bei unseren Treffen einen Raum schaffen, in dem Geschlechterrollen aufgebrochen werden.

Also kommt vorbei beim nächsten Antifaschistischen Stammtisch München! Lernen wir uns kennen, informieren wir uns, diskutieren wir und entfalten wir gemeinsam Aktivitäten, um den Antifaschismus wieder in die Offensive zu bringen.

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Vortrag – Die Identitäre Bewegung in München http://ASM.blogsport.de/2017/03/12/vortrag-die-identitaere-bewegung-in-muenchen/ http://ASM.blogsport.de/2017/03/12/vortrag-die-identitaere-bewegung-in-muenchen/#comments Sun, 12 Mar 2017 19:07:50 +0000 Administrator Blog Veranstaltung http://ASM.blogsport.de/2017/03/12/vortrag-die-identitaere-bewegung-in-muenchen/ ib-vortrag

Der nächste Stammtisch findet nächsten Dienstag , den 14.03 ab 19.00h statt und die Genoss_innen vom Antifaschistischen Aufbau München werden einen Vortrag über die Identitäre Bewegung und ihre Strukturen in München halten.

Für lecker Essen und kühle Getränke ist gesorgt!

Kommt vorbei!

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PM: Kriminalisierung eines Aktivisten des „Refugee Struggle for Freedom“ http://ASM.blogsport.de/2016/11/09/pm-kriminalisierung-eines-aktivisten-des-refugee-struggle-for-freedom/ http://ASM.blogsport.de/2016/11/09/pm-kriminalisierung-eines-aktivisten-des-refugee-struggle-for-freedom/#comments Wed, 09 Nov 2016 16:16:00 +0000 Administrator Blog http://ASM.blogsport.de/2016/11/09/pm-kriminalisierung-eines-aktivisten-des-refugee-struggle-for-freedom/ Bei der Demo gegen das sogenannte bayerische „Integrationsgesetz“ am 22.10.2016 gingen in München etwa 3000 Menschen für Solidarität statt Ausgrenzung auf die Straße. Es beteiligten sich auch viele Aktivist_innen des „Refugee Struggle for Freedom“, unter anderem unser Freund Arrash. Der „Refugee Struggle for Freedom“ ist ein selbstorganisierter Protest von geflüchteten Menschen, welche unter anderem für die Anerkennung ihrer Asylanträge, den Stopp von Abschiebungen und gleiche Rechte für alle Menschen kämpfen. Bereits vor der Auftaktkundgebung sah sich diese Gruppe schikanösen Vorkontrollen ausgesetzt.

Während der Abschlusskundgebung wurde Arrash schließlich brutal festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, Pyrotechnik gezündet zu haben. Außerdem soll er mit einer Fahnenstange und der genannten Pyrotechnik versucht haben, Einsatzkräfte der Polizei zu verletzen. Tatsache ist, dass Arrash zu dem fraglichen Zeitpunkt durch dutzende Einsatzkräfte vom antikapitalistischen Block getrennt war. Dieser Block war der einzige Bereich der Demo, aus dem für kurze Zeit pyrotechnischer Rauch aufstieg. Die Aktivist_innen des „Refugee Struggle for Freedom“ liefen vor dem antikapitalistischen Block. In diesem Bereich der Demo wurde zu keinem Zeitpunkt Pyrotechnik gezündet. Arrash führte auch keine Fahne mit sich.

Es ist offensichtlich, dass Arrash stellvertretend für den selbstorganisierten „Refugee Struggle for Freedom“ – Protest kriminalisiert werden soll. Menschen, die sich nicht widerstandslos der deutschen Abschiebe- und Ausgrenzungspolitik beugen, sollen eingeschüchtert und der Protest im Keim erstickt werden. Dafür scheinen der bayerischen Polizei und Politik auch absurd konstruierte Vorwürfe recht zu sein.

Die Pegida-Aufmärsche werden von der Polizei seit fast zwei Jahren gewaltsam durchgesetzt. Dank dieser Politik können Nazis wöchentlich durch München laufen. Menschenfeindliche Einstellungen wie Rassismus und Antisemitismus gehören wieder zum Stadtbild. Gleichzeitig werden Antifaschist_innen und Geflüchtete mit allen erdenklichen Mitteln kriminalisiert. Und wenn es keinen Anlass gibt, wird sich eben einer konstruiert. Wir sind solidarisch mit unserem Freund und Genossen. Der lächerliche Vorwurf gegen Arrash muss fallen gelassen werden!

Einige Gruppen des Antikapitalistischen Blocks

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Spontandemonstration nach Anschlägen in Dresden http://ASM.blogsport.de/2016/09/30/spontandemonstration-nach-anschlaegen-in-dresden/ http://ASM.blogsport.de/2016/09/30/spontandemonstration-nach-anschlaegen-in-dresden/#comments Fri, 30 Sep 2016 10:44:23 +0000 Administrator Blog Demonstration http://ASM.blogsport.de/2016/09/30/spontandemonstration-nach-anschlaegen-in-dresden/

Mit einer spontan organisierten Demonstration haben Münchner Antifaschist_innen am Dienstag, den 27.09., auf die rechten Anschläge in Dresden reagiert. Knapp 60 Menschen zogen mit Transparenten und Parolen vom Münchner Stachus zu Georg-Freundorfer-Platz.

Mobilisiert wurde unter dem Motto „Rechten Terror bekämpfen“. Die Stimmung war kämpferisch, durchgehend wurden Parolen gerufen und die Passant_innen über das Anliegen der Demonstration informiert.

Es wurden Reden von „Waffen der Kritik München“, dem „Antifaschistischen Stammtisch München“, „deconstruct reality“ sowie dem „Antifaschistischen Aufbau München“ gehalten.

Im folgenden die Rede des „Antifaschistischen Stammtisch München“:

Der rechte Terror ist längst in Deutschland weit verbreitet und geht weit über die „NSU-Morde“ hinaus. Im Juli diesen Jahres hat ein 18-jähriger, der „stolz war, am gleichen Tag wie Hitler geboren zu sein“, 9 Menschen umgebracht, die meisten davon mit Migrationshintergrund.

Täglich gibt es Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte. Rassistische Angriffe sind in Deutschland wieder zum Alltag geworden. 2015 ab es mehr als 1000 rassistische Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte und 2016 ist die Tendenz steigend.

Gestern gab es in Dresden zwei Bombenanschläge, einer davon auf eine Moschee. Zur Zeit des Anschlags befanden sich mehrere Menschen in der Moschee und ihr möglicher Tod wurde billigend in Kauf genommen. So kann man also nicht nur von einem Bombenanschlag, sondern von einem Mordversuch sprechen.

Die AfD hetzt täglich gegen Geflüchtete und will NS-Slogans, wie „völkisch“, endlich wieder positiv besetzen. Die CSU hetzt gegen gut integrierte Senegalesen und schreibt ein passendes, rassitisches Integrationsgesetz. Die rassistische Bewegung „PEGIDA“ geht Woche für Woche auf die Straße und wirbt, wie gestern hier in München dafür, Geflüchteten „eins übers Fell zu ziehen“ und in Bautzen gehen Rassist*innen auf Geflüchtete los, zünden Unterkünfte an oder sprengen, wie in Dresden gestern, Bomben.

Wir sind heute hier, um gegen diese rassistische Politik, sowie den extremen Rechtsruck in Deuschland auf die Straße zu gehen. Wir solidarisieren uns mit allen Geflüchteten die zu uns kommen und sagen: Kein Fussbreit den Faschisten, nicht und München und nirgends sonst!

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Soliparty des Antifaschistischen Stammtischs München http://ASM.blogsport.de/2016/09/24/soliparty-des-antifaschistischen-stammtischs-muenchen/ http://ASM.blogsport.de/2016/09/24/soliparty-des-antifaschistischen-stammtischs-muenchen/#comments Sat, 24 Sep 2016 18:16:01 +0000 Administrator Blog Veranstaltung http://ASM.blogsport.de/2016/09/24/soliparty-des-antifaschistischen-stammtischs-muenchen/

Woche für Woche stellen sich Antifaschist_innen immer wieder derselben Pegida Scheisse in den Weg. Da dies Repression nach sich zieht lädt der antifaschistische Stammtisch zur Soliparty am 1.10 im Kafé Marat (Thalkirchnerstraße 102) zu feinstem Punk aus Serbien und lokalen Acts ein. Danach geben sich Dj Mike Sunshine und Dj John Steam die Ehre und lassen mit Deutschpunk und dem dazugehörigen Dosenbier und Pfeffi den Abend ausklingen.

Es spielen:

Atheist Rap (Punkrock | Novi Sad)
Ämbonker (Hardcore Punk | München)
Digitalbox (Punk | Dachau)
Dankeschatz (Punkrock | München)

Los geht’s um 21:00 Uhr. Es gibt veganes Essen.

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[Flyer] Warum wir es wichtig finden, Nazis zu blockieren http://ASM.blogsport.de/2016/08/15/flyer-warum-wir-es-wichtig-finden-nazis-zu-blockieren/ http://ASM.blogsport.de/2016/08/15/flyer-warum-wir-es-wichtig-finden-nazis-zu-blockieren/#comments Mon, 15 Aug 2016 16:30:17 +0000 Administrator Blog Texte/Archive http://ASM.blogsport.de/2016/08/15/flyer-warum-wir-es-wichtig-finden-nazis-zu-blockieren/ Wir stürmen auf die Straße, größtenteils schwarz gekleidet, entrollen Transparente und brüllen Parolen. Dass das nicht immer schön aussieht, wissen wir. Warum machen wir es also?

blockade

Uns geht es darum, Pegida zu blockieren. Pegida, die immer noch jeden Montag mit ihren menschenverachtenden Parolen durch München ziehen und gegen Geflüchtete und den Islam hetzen. Wir wollen ihnen nicht die Straße überlassen. Deswegen setzen wir uns vor sie auf den Boden. Damit sie nicht weiterlaufen können. Damit zeigen wir: Rassismus bleibt in München nicht unwidersprochen.

Blockaden sind für uns ein wichtiges Mittel, um die Verbreitung von rechtsradikalen Parolen im öffentlichen Raum einzuschränken. Die Erfahrung zeigt: Nur indem man sie blockiert, kann man Nazis wirksam von der Straße vertreiben. Der ehemals größte regelmäßige Naziaufmarsch Europas in Dresden wurde mehrere Jahre durch Blockaden verhindert und findet in dieser Form heute nicht mehr statt. Wenn Nazis ungestört durch die Straßen laufen können, weil niemand sie aufhält, dann gibt ihnen das ein gutes Gefühl: Sie können sich als Vertreter einer schweigenden Mehrheit fühlen. Das bestärkt sie in ihrem Tun.

Und diese Pegida-Demonstranten sind keine „besorgte Bürger“. Sie sind Neonazis: Mitglieder der rechtsradikalen „Identitären Bewegung“ und der rechtsextremen Hooligan-Gruppe „Brigade Giesing“ sind regelmäßige Gäste auf ihren Aufmärschen. Gegen ein Vorstandmitglied von Pegida München, Heinz Meyer, ermittelt die Generalbundesanwaltschaft seit längerem wegen des Verdachts auf „Bildung einer terroristischen Vereinigung“. Der Grund sind wohl seine engen Kontakte zu Rechtsextremisten der „Wiese-Gruppe“, die 2003 einen Sprengstoffanschlags auf die Grundsteinlegung des Jüdischen Gemeindezentrums in München geplant haben.

Wenn solche Nazis das Gefühl haben, sie würden den Willen einer schweigenden Mehrheit erfüllen, dann ist das gefährlich. Brandgefährlich. Zwei Mitmarschierer der Pegida München sind seit Oktober beschuldigt, Überfälle auf zwei Asylbewerberunterkünfte und ein Studentencafe in Bamberg geplant zu haben. Ohne Widerspruch fühlen sich Nazis in dem bestärkt, was sie in letzter Konsequenz immer tun: Überfallen, brandstiften, morden.

Wenn wir uns vor Pegida setzen, um sie am Laufen zu hindern, dann tun wir das also, um genau das zu verhindern: Dass die Nazis sich stark und bestätigt fühlen – und anfangen, Gewalt auszuüben, gegen Geflüchtete, Migranten, Linke und Andersdenkende.

Warum sind wir so schwarz angezogen?

Dass wir bei unseren Blockadeversuchen zu nicht geringen Teilen schwarz angezogen sind, hat dabei einen einfachen Grund: Selbstschutz. Denn Nazis sind gefährlich. Immer, wenn Pegida München an einer Blockade vorbeiläuft, fangen sie an zu filmen und zu fotografieren. Bei mehreren linken Aktivisten gab es bereits „Hausbesuche“ von Rechtsradikalen. Sie werden bedroht und eingeschüchtert.

Wir wollen nicht, dass die Nazis unsere Namen und Gesichter kennen und damit die Chance bekommen, uns zu bedrohen und heimzusuchen. Deswegen schützen wir unser Gesicht: Mit Transparenten, Sonnenbrillen und einheitlichen Klamotten. Wir wollen mit unseren Outfits also niemanden einschüchtern – wir wollen uns nur selbst schützen.

Warum solltet ihr euch uns anschließen?

Weil Faschismus keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen. Faschistische Organisationen und Bewegungen bedeuten eine ganz konkrete Bedrohung für viele Menschen. Laut Bundesregierung gab es allein seit 1990 75 Tote durch rechte Gewalt. Die Amadeu Antonio Stiftung geht von mindestens 178 Todesopfern aus. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich noch viel höher.
Aktuell erleben wir einen gesellschaftlichen Rechtsruck, der sich unter anderem in beinahe täglichen Angriffen auf Geflüchtete äußert (allein 563 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte im ersten Halbjahr 2016).

Wenn wir das verhindern wollen, können wir uns nicht auf den Staat verlassen. Das hat nicht zuletzt der NSU gezeigt. Im Gegenteil: In vielen Fällen finanzieren Staat und Verfassungsschutz rechtsradikale Bewegungen über V-Mann-Gehälter mit. Gleichzeitig prügelt die Polizei bei Aufmärschen den Nazis den Weg frei. Also müssen wir selbst aktiv werden, wenn wir rechte Gewalt verhindern wollen.

Die verschiedenen Strömungen der Rechten eint, dass sie Abstiegs- und Verlustängste gegen die schwächsten Teile der Gesellschaft kanalisieren wollen. Diese Ängste sind in einem krisenhaften Kapitalismus immer wieder vorhanden und auch berechtigt. Doch wenn wir wirklich etwas verändern wollen, dürfen wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen.

Eine solidarische und freie Gesellschaft können wir nur gemeinsam erkämpfen. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten! Wenn wir in unserer Gesellschaft etwas verändern wollen, dann dürfen wir uns nicht spalten lassen: Wir müssen gemeinsam gegen die Spalter vorgehen.

Deshalb:

Kommt auf die Straße! Jetzt und hier!

Kein Fußbreit den Faschisten!

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Prozess wegen Plastikfolie http://ASM.blogsport.de/2016/08/15/prozess-wegen-plastikfolie/ http://ASM.blogsport.de/2016/08/15/prozess-wegen-plastikfolie/#comments Mon, 15 Aug 2016 16:21:50 +0000 Administrator Blog Kundgebung http://ASM.blogsport.de/2016/08/15/prozess-wegen-plastikfolie/ antirep1

Teil 2 (05.08.2016):

Zuschauer packen Poppcorn aus und beginnen zu essen. So beginnen wohl nicht viele Prozesse vor dem Amtsgericht Frankfurt. Die Zuschauer machen klar, dass sie von der Amtsrichterin nicht viel erwarten. Die Amtsrichterin rügt die Zuschauer und wird an diesem Tag noch mehrere des Raumes verweisen. Viel los in einem Prozess, der wegen eines kleinen Stücks Plastik geführt wird.

Wie bereits berichtet, läuft derzeit vor dem Amtsgericht Frankfurt ein Prozess gegen eine Aktivistin wegen des Tragens einer Plastikfolie auf dem Kopf. Der Vorwurf heißt juristisch „Schutzbewaffnung“, die Plastikfolie soll, nach Ansicht der Staatsanwaltschaft, geeignet und bestimmt sein, AktivistInnen vor Pfefferspray zu schützen. Letzten Freitag ging der Prozess in die zweite Runde und endete mit einer Verurteilung. Das wird jedoch nicht das Ende sein.

Der Prozess ist Teil einer ganzen Reihe von Prozessen, die gerade wegen den Protesten gegen die EZB-Eröffnung geführt werden.

Nur eine Zeugin ist geladen. Sie arbeitet beim Frankfurter Staatsschutz und hat die Videoauswertung betrieben. Vor Ort war sie nicht, sie kann auch nichts darüber sagen, wie genau so ein Stück Plastik eigentlich vor Pfefferspray schützt, ausprobiert habe man das nicht.

Der Richterin war dies auch ersichtlich egal. Sie wollte verurteilen und den Fall endlich vom Tisch haben. Einfach wurde es ihr aber nicht gemacht. Einige solidarische Menschen aus München und Frankfurt sind gekommen um nicht nur still zuzusehen, sondern durchaus auch, um ihre Meinung im Prozess kundzutun.

So gibt es ein paar kritische Kommentare, bei manchen Ausführungen können sich einige ein Lachen nicht verkneifen und es wird immer wieder Popcorn gegessen. Die Richterin wirft 4 Zuschauer raus, einer geht freiwilig, die dpa wird später von „Tumulten“ im Gerichtssaal schreiben. Solidarität im Gerichtssaal würden wir das nennen.

Am Ende wird die Aktivistin zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Sie hat bereits angekündigt, das nicht auf sich sitzen zu lassen, also freuen wir uns auf eine weitere Anreise nach Frankfurt. Auf der Solidaritätskundgebung an der Zeil wurde bereits angekündigt: Nächstes mal werden wir noch mehr.

Teil 1 (15.07.):

Er wolle unbedingt einen Schuldspruch, meint der Staatsanwalt. Vielleicht nicht die 80 Tagessätze aus dem Strafbefehl, aber eine Verurteilung müsse schon her. Die Richterin stimmt zu, sonst brauche man noch einen Prozesstag und die Angeklagte müsste wieder 400 km nach Frankfurt anreisen. Die Drohkulisse ist hoch, doch einen Schuldspruch bekommt der Staatsanwalt, zumindest heute, nicht.

Eine Aktivistin aus München hat wegen der Proteste gegen die EZB einen Strafbefehl bekommen. Wegen einem Stück Plastik auf dem Kopf. Schnell wird klar, irgendwer muss für die Auseinandersetzungen rund um die EZB-Eröffnung bestraft werden. Hier steht nicht nur die Angeklagte vor Gericht, sondern eine Bewegung.

Plastikfolien sind vielseitig. Man kann sie beschriften, zum basteln verwenden und wohl auch zum Schutz vor den gröbsten Auswirkungen eines Pfeffersprays. Das zumindest sieht die Staatsanwaltschaft so. „Passivbewaffnung“ nennt man es in Deutschland, wenn sich Menschen vor Knüppeln, Pfefferspray oder Wasserwerfern schützen. „Passivbewaffnung“ ist natürlich bewusst gewählt, Bewaffnung, das klingt schon kriminell. Angeklagt ist aber keine Kampfausrüstung, mit der sich DemonstrantInnen in die Schlacht stürzen, sondern eine Plastikfolie die vielleicht gegen das breit flächig eingesetzte Pfefferspray schützt.

Bei vielen Großprotesten tragen und trugen Menschen solche Folien, zu einer Verurteilung kam es bisher nicht. Das will die Staatsanwaltschaft Frankfurt jetzt ändern. Lassen wir das nicht zu, kommt am 05.08. zum Folgeprozess beim Amtsgericht Frankfurt, zeigt Eure Solidarität!

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Kurzbericht – Demo gegen das Integrationsgesetz http://ASM.blogsport.de/2016/06/22/kurzbericht-demo-gegen-das-integrationsgesetz/ http://ASM.blogsport.de/2016/06/22/kurzbericht-demo-gegen-das-integrationsgesetz/#comments Wed, 22 Jun 2016 21:34:15 +0000 Administrator Blog Demonstration http://ASM.blogsport.de/2016/06/22/kurzbericht-demo-gegen-das-integrationsgesetz/ Ein breites Bündnis von Gewerkschaften und Parteien rief zum 19.6. zu einer Demonstration gegen das geplante bayrische Integrationsgesetz auf.
Integrationsgesetz Fronttranspi
Wir beteiligten uns als Antifaschistischer Stammtisch am Aufruf zu einem antikapitalistischen Block um auch auf die menschenverachtende Asylpolitik von SPD und Grünen hinzuweisen und ein klares Zeichen gegen Rassismus und Ausbeutung zu setzen.

Bereits zum Auftakt vorm DGB Haus wurde ein Großtransparent (Klassenkampf statt Vaterland) entrollt und mit Pyrotechnik für eine kämpferische Stimmung gesorgt.
Anschließend setzte sich die Demo mit etwa 1500 Teilnehmer*innen in Bewegung und der antikapitalistische Block schloss sich mit 250 Menschen unter massiver Bullenbegleitung an. Dennoch ließ sich die Demo nicht einschüchtern und sorgte mit lauten Parolen und Flyern für große Aufmerksamkeit.
Verschiedene Redebeiträge bei der Zwischenkundgebung am Hauptbahnhof richteten sich gegen Rassismus und Faschismus und besonders der Redebeitrag des Jugendbündnisses rief zum Handeln gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft auf.
Anschließend führte die Route weiter durch das Bahnhofsviertel zum Karlsplatz (Stachus), wo bereits die Kundgebung von „München ist bunt“ und „Campact“ stattfand. Obwohl das Blockbündnis sich im Vorfeld von der geplanten Menschenkette distanzierte und zu praktischeren Aktionsformen aufrief, zeigten sich die Antifaschist*innen aus der Demo solidarisch, als mehrere Neonazis von III. Weg, Die Rechte, Identitäre Bewegung und Pegida München versuchten die Kundgebung gegen Rassismus zu stören. Im Zusammenhang mit diesen kleineren Auseinandersetzungen wurden von mehreren Antifaschist*innen durch Bullen Personalien festgestellt und ein Mensch in Gewahrsam genommen.
Als sich die Kundgebung schließlich zu einer Menschenkette formierte, wies der Block mit einem Transparent, einem Redebeitrag und mit Parolen noch einmal auf die Verantwortung von SPD und Grünen für rechten Terror und rassistische Gesetze hin.
Insgesamt sind wir mit dem Verlauf der Demonstration zufrieden. Insbesondere die Aktionen zu Beginn und am Ende transportierten klare antikapitalistische Inhalte und zeigten, dass eine wirklich antirassistische Politik nicht mit bürgerlichen Parteien zu machen ist.
Trotz des guten Tages ist der Kampf natürlich noch lange nicht gewonnen. Deshalb: kommt am 09.07. nach Nürnberg zum Aktionstag vom Bündnis Fluchtursachen bekämpfen!

Link zum Aktionstag: http://fluchtursachen.tk/2016/06/18/fluchtursachen-bekaempfen-gemeinsam-gegen-krieg-spaltung-rassismus-und-ausbeutung-aktionstag-am-9-juli/

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Antikapitalistischer Block auf der Demo gegen das „bayerische Integrationsgesetz“ http://ASM.blogsport.de/2016/06/09/antikapitalistischer-block-auf-der-demo-gegen-das-bayerische-integrationsgesetz/ http://ASM.blogsport.de/2016/06/09/antikapitalistischer-block-auf-der-demo-gegen-das-bayerische-integrationsgesetz/#comments Thu, 09 Jun 2016 19:53:50 +0000 Administrator Blog Demonstration http://ASM.blogsport.de/2016/06/09/antikapitalistischer-block-auf-der-demo-gegen-das-bayerische-integrationsgesetz/ Ein Angriff auf uns Alle!
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Das sogenannte bayerische „Integrationsgesetz“ grenzt aus. Es soll alle hier lebenden Menschen auf eine nicht weiter definierte Leitkultur verpflichten und kriminalisiert Geflüchtete. Es entzieht Kindern von Asylsuchenden das Recht auf Bildung, indem es für sie die Schulpflicht aussetzt. Es verbietet jegliche Form des politischen Widerspruchs gegen die herrschende Ordnung und verhindert damit de facto gesellschaftlichen Fortschritt. Wer für irgendeine andere als die herrschende Gesellschaftsordnung eintritt, könnte sich in Zukunft in einem staatlichen politischen Erziehungskurs wiederfinden, oder mit einer Geldbuße bis zu 50.000€ belegt werden.

Krise, Krieg und Flucht! Rassismus, Sexismus, Diskriminierung und Unterdrückung! Armut, Umweltzerstörung und Ausbeutung! Die Krisenanfälligkeit des globalen Kapitalismus, der nicht endende Kampf um Ressourcen und Territorien. All das sind Folgen einer gesellschaftlichen und ökonomischen Ordnung, an deren Aufrechterhaltung die politische Elite und kapitalbesitzende Klasse krampfhaft festhält. Wir erleben neoliberale Angriffe auf die Sozialsysteme und demokratischen Errungenschaften. Inmitten der derzeitigen humanitären Katastrophe, vor der Millionen weltweit fliehen, erhalten rechtspopulistische Tendenzen Aufwind. Die CSU fördert für ihren politischen Machterhalt die weitere Spaltung der hier lebenden Menschen. Das sogenannte „Integrationsgesetz“ ist ein Angriff auf uns alle! Es ist aber vor allem auch ein Versuch, Rassismus und Ausgrenzung in Gesetzesform zu gießen. Es spaltet die lohnabhängigen Menschen, es dient der weiteren Unterdrückung einer sich formierenden Bewegung, die Gleichberechtigung in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen fordert.

Im Moment werden die Arbeiter_innen, die Erwerbslosen und die Geflüchteten gegeneinander ausgespielt. Asylsuchende sollen plötzlich dafür herhalten, dass der Mindestlohn weitere Einschränkungen erfährt. Beispielsweise werden soziale Forderungen werden mit dem Vorwand abgelehnt, dass die Kosten für die sogenannte „Flüchtlingskrise“ zu hoch seien. Menschen die berechtigte Abstiegsängste haben, schließen sich antisozialen und rassistischen Bewegungen wie Pegida an und wählen die AfD. Das ist zwar meist objektiv gegen die eigenen Interessen, aber es scheint ja keine Alternative zu geben. Unsere Alternative heißt: Gemeinsam kämpfen für eine solidarische und gerechte Gesellschaft! Wir lassen uns nicht spalten! Es gilt die Forderungen der Besitzlosen und der Entrechteten zu unterstützen. Es gilt, den Kampf gegen den Kapitalismus zu führen. An der Uni, in den Büros, in den Werken und auf der Straße.

Auch das „Integrationsgesetz“ der Bundesregierung, für das unter anderem die SPD verantwortlich ist, ist nicht weniger rassistisch und neoliberal: mit Zwangsansiedlung und 80 Cent Stundenlohn für Flüchtlinge. Gleiches gilt für das von den Grünen mitverantwortete Gesetz, welches unter anderem die nordafrikanischen Staaten zu sicheren Herkunftsländern erklärt. Diese Regierungspolitik zusammen mit zunehmenden rechten Massenmobilisierungen und Übergriffen ist Ausdruck eines allgemeinen Rechtsrucks in Deutschland.
Zeit für uns in die Offensive zu kommen.

Kommt zur Demo am Sonntag, den 19. Juni 2016.
Auftakt: 11 Uhr am DGB-Haus, Schwanthalerstraße 64.
Kommt zu uns in den antikapitalistischen Block.

Wir lassen uns nicht spalten!
Wir sind alle nicht integrierbar!


Unterstützer_innen:

Antifaschistischer Stammtisch München

Antifa Wasserburg

Antikapitalistische Linke München

Bündnis Fluchtursachen Bekämpfen

Gewerkschaftsstammtisch München

Gruppe Arbeitermacht München

Kommunistische Anarchist*innen – Offene Strukur München

La Resistance Ingolstadt

OASE Kollektiv

Organisierte Autonomie Nürnberg

Revolutionär Organisierte Jugendaktion Nürnberg

Revolutionär Sozialistischer Bund München

Rote Hilfe München

SDAJ München

Waffen der Kritik München

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öffentliches Blockadetraining und „Was tun wenn’s brennt“ Vortrag http://ASM.blogsport.de/2016/05/27/oeffentliches-blockadetraining-und-was-tun-wenns-brennt-vortrag/ http://ASM.blogsport.de/2016/05/27/oeffentliches-blockadetraining-und-was-tun-wenns-brennt-vortrag/#comments Fri, 27 May 2016 22:14:52 +0000 Administrator Blog Veranstaltung http://ASM.blogsport.de/2016/05/27/oeffentliches-blockadetraining-und-was-tun-wenns-brennt-vortrag/ Seit nun über einem Jahr hetzen die Rassisten von MÜGIDA über BAGIDA bis PEGIDA nun regelmäßig in der Öffentlichkeit. Montag für Montag marschieren sie durch die Münchner Innenstadt. Dabei konnten die Aufmärsche der Rechten, bis auf einzelne Ausnahme, kaum verhindert werden. Der anfänglich massive Widerstand von bis zu 20.000 Menschen, ist schon nach einigen Wochen auf wenige Hundert geschrumpft.

PEGIDA hingegen kann braunes Gedankengut fast ungestört in die Mitte der Gesellschaft tragen. So verwundert es nicht, wenn wieder Flüchtlingsheime brennen, rassistische Gewalt zum Alltag wird und rechte Parteien, wie die AfD, in die Parlamente ziehen. Der Rechtsruck, der Europa vor ein paar Jahren erfasst hat, ist jetzt in vollem Maße auch in Deutschland angekommen.

Umso wichtiger ist es den Faschisten etwas entgegen zu setzen. Obwohl der anfänglich groß und breit aufgestellte Gegenprotest bald nachgelassen hat, sind wir sehr erfreut, wie viele, vor allem junge Menschen, sich immer noch Montag für Montag PEGIDA in den Weg stellen. Dass die Rechten trotz diesem motivierten AntifaschistInnen immer noch laufen können, liegt vor allem an dem harten Durchgreifen der Polizei gegen AntifaschistInnen. Den Nazis wird der Weg frei geprügelt, friedliche Sitzblockaden gewaltsam geräumt und AntifaschistInnen mit Ermittlungsverfahren, Strafbefehlen und Prozessen überzogen.

Menschen die sich gegen Nazis, Rassismus und für eine befreite Gesellschaft einsetzen, werden schnell Ziel von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die
Solidaritätsorganisation „Rote Hilfe“ erklärt deshalb in ihrem Vortrag „Was tun wenn‘s brennt?“ welche Möglichkeiten es gibt Repression zu vermeiden und sich im Zweifel solidarisch dagegen zu wehren.

Um den Gegenprotest noch effektiver zu gestalten, müssen wir in wieder organisieren und dafür trainieren.

Deshalb: Kommt alle zum Blockadetraining! Wir üben gemeinsam die besten Strategien für Sitzblockaden, proben Verhalten bei drohenden Räumungen
und lernen von erfahrenen TrainerInnen. Bringt festes Schuhwerk, eine Plastik-Wasserflasche und etwas, worauf ihr sitzen wollt, mit. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und kosten tut’s natürlich auch nichts.

Rote Hilfe Vortrag
28.05.2016, 11:00 Uhr, Kurt-Eisner-Verein (KEV), Westendstraße 19

Blockadetraining
28.05.2016, 14:00 Uhr, Candidplatz

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